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K e p l e r - G e s e l l s c h a f t
e. V.
S i t z : W e i l
d e r S t a d t
An die
Schulleitungen der Kepler-Gymnasien
in der
Europäischen Union (EU)
Weil der Stadt, im November 2007
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
die Ausschreibung
und die Vergabe des 2. Kepler-Förderpreises
für Schülerinnen und Schüler der 20
Kepler-Gymnasien in der EU, stehen ganz unter dem Vorzeichen des großen
Kepler-Jubiläumsjahres 2009. Vor 400 Jahren veröffentlichte Johannes Kepler
sein Bahn brechendes Werk „Astronomia nova“, das
bekanntlich die ersten beiden Gesetze zur Planetenbewegung enthält. Keplers
Erkenntnisse fallen zusammen mit Galileis Fernrohr-beobachtungen
im selben Jahr. Das Jahr 1609 kann deshalb als der Beginn der neuzeitlichen
Astronomie und der modernen Naturwissenschaft angesehen werden.
Das Gesamtprogramm des Jubiläumsjahres, das die
Kepler-Gesellschaft in Zusammenarbeit mit den Universitäten Tübingen und
Stuttgart vorbereitet, steht daher unter dem Titel:
“4 0 0
J a h r e n e u z e i t l
i c h e A s t r o n o m i e”
- 1609: Keplers „Astronomia
nova“ und Galileis Fernrohrbeobachtungen -
Die
Kepler-Gesellschaft hat sich aus diesem Grund entschlossen, die Vergabe des
2.
Kepler-Förderpreises in das Festprogramm im Jahr 2009 zu integrieren und damit
der Jugend die Gelegenheit zu geben, sich vor einem besonders großen und
bedeutenden Forum mit ihren Arbeiten zu präsentieren. Die hervorragenden
Beiträge und Präsentationen bei der Vergabe der 1. Kepler-Förderpreise im Jahre
2006 – siehe auch www.kepler-gesellschaft.de
- haben uns in diesem Vorgehen bestärkt.
Schülerinnen und Schüler,
die ihre Projekte bereits für eine Vorlage im Jahr 2008 geplant und vorbereitet
haben, werden selbstverständlich in die Vergabe des Förderpreises 2009
einbezogen, auch wenn sie dann bereits im Studium bzw. in der Berufsausbildung
stehen sollten oder ihre Schule aus anderen Gründen verlassen haben.
Leitgedanken für die Vergabe
des Kepler-Förderpreises:
“Vom Sein der Dinge, die wir mit den Augen betrachten,
zu den Ursachen ihres Seins und Werdens vordringen” – das ist wesentlicher Teil
des Vermächtnisses von Johannes Kepler, das es gilt, an Generationen weiterzugeben, die zukünftig
Verantwortung tragen. Dieser Leitgedanke, den wir bereits der Ausschreibung
des 1. Kepler-Förderpreises vorangestellt haben, soll auch weiterhin seine
Gültigkeit behalten.
Glaube
und selbstkritische naturwissenschaftliche Forschung ergänzen und begegnen sich
bei Johannes Kepler auf einzigartige und vielfältige Weise. Sie begleiten ihn
zeitlebens auf seinem Weg zur Überwindung jeglicher Art von Dogmatismus, um zu
den Erkenntnissen über die Naturgesetze zu gelangen, die die Welt des Seins im
tiefsten Inneren bewegen und zusammenhalten.
- 2 -
Seine
eindrucksvollen Studien zur Musiktheorie, zur Theologie und zur
Naturphilosophie sind beredtes Zeugnis dafür, dass er bei all seinen
astronomischen und mathematischen Erkenntnissen über die Bewegung der Planeten
im Kosmos immer auch unorthodox und Grenzen überschreitend gedacht hat und
inspiriert war von der großen Frage des Ursprungs allen Seins.
Ohne seine Standhaftigkeit, sein unbedingtes
Streben und Suchen nach Wahrhaftigkeit, fern jeder persönlichen Eitelkeit oder
Ruhmsucht, allein der Wahrheit und den Grundsätzen ethischer und sozialer
Verantwortung verpflichtet, hätte Kepler allerdings nicht bestehen können in
einer Zeit, die geprägt war von gewaltigen und äußerst konfliktträchtigen
Auseinandersetzungen zwischen Reformation und Gegenreformation.
Auch in unserer Welt des aufgeklärten Denkens
entdecken wir trotz allen Fortschritts in den Wissenschaften sowie der
Demokratisierung in den gesellschaftlichen und den politischen Institutionen
heute wieder vermehrt neue Ansätze zum Dogmatismus und Fundamentalismus.
Die Kepler-Gesellschaft möchte deshalb in
Zusammenarbeit mit allen Kepler-Gymnasien in der Europäischen Union erneut die Schülerinnen und Schüler einladen, dem
Vorbild unseres gemeinsamen Namensgebers zu folgen, indem sie sich mit
Projekten aus allen Fachbereichen befassen, die in der Tradition des Denkens
und Wirkens von Johannes Kepler stehen. Darüber hinaus möchte die
Kepler-Gesellschaft durch die Vergabe des „Kepler-Förderpreises“ die
persönlichen Kontakte zwischen den Kepler-Gymnasien in Europa vertiefen und die
Zusammenarbeit mit der Kepler-Gesellschaft anregen.
Die beigefügte Ausschreibung zum Kepler-Förderpreis
2009 fußt auf dem Ergebnis der gemeinsamen Beratungen der Kepler-Gesellschaft
mit den Kepler-Gymnasien in der EU wie auch auf den Erfahrungen bei der Vergabe
des 1. Kepler-Förderpreises am 10. November 2006. Dabei hat sich eindrucksvoll
gezeigt, zu welchen Leistungen unsere Schülerinnen und Schüler fähig sind, wenn
sie entsprechende Anregungen haben und wir Ihnen die Möglichkeit bieten, ihre
Begabungen zu beweisen.
Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie sich wieder
dafür einsetzen, dass möglichst viele Schülerinnen und Schüler unserer
Einladung zur Teilnahme am Wettbewerb um den „Kepler-Förderpreis“ im großen
Kepler-Jubiläumsjahr 2009 folgen und sich mit einem „Kepler-Projekt“
vorstellen.
In Verbundenheit und mit herzlichen Grüßen aus der
Geburtsstadt Keplers
Prof. Dr. Manfred
Fischer Hermann Faber, OStD
i.R.
Vorsitzender der Kepler-Gesellschaft Leiter i.R. des Kepler-Gymnasiums Weil der
Stadt
Anlage: Einladung an Schüler/Innen zum Wettbewerb um den 2.
Kepler-Förderpreis
Vorsitzender:
Prof. Dr. Manfred Fischer, Schillerstr. 25, 71263 Weil der Stadt, Tel. 07033 –
7318, Fax: – 690 614, e-mail: m.i.fischer@t-online.de
Geschäftsstelle:
Rathaus, Postfach 1120, 71263 Weil der Stadt, Tel. 07033 – 521 131, Fax: – 521
122, e-mail: vollmer@weil-der-stadt.de
Bankkonto:
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