Zum zweiten Mal ermöglichte uns Florian Noller (Sponsor und Mitglied der Kepler-Gesellschaft) eine spannende Begegnung mit den legendären Kosmonauten, die für die internationale Raumfahrt etwas Besonderes geleistet haben. Nach dem Besuch des ersten Weltraumspaziergängers, Alexej Leonov, und dem Rekordhalter mit den meisten Ausstiegen ins freie All, Anatoli Solovjov, im September 2015 (Bericht siehe unten) hat nun eine weitere Raumfahrtlegende die Geburtsstadt des Astronomen Johannes Kepler im April 2016 besucht.

Kein Mensch hat unseren Heimatplaneten länger verlassen als der russische Kosmonaut Gennadi Padalka, der während seiner fünf Weltraumflüge mehr als 878 Tage im All verbrachte. Darüber berichtete er persönlich im Rahmen eines Besuches in der Keplerstadt Weil der Stadt in den Schulen, in der Kinderuni sowie in einer öffentlichen Abendveranstaltung über seine Erfahrungen auf der Internationalen Raumstation (ISS) und seine Aufenthalte im All. Das Publikum war begeistert!

Der Rekordhalter Gennadi Padalka sagte unter anderem "Es ist mir eine Ehre, in der Stadt Keplers zu sein. Unsere Arbeit beruht ja auf den Keplerschen Gesetzen." 

Mehr Informationen und das Programm der öffentlichen Veranstaltungen am 28. April finden Sie hier [Link]

Als gemeinsame Veranstaltung von Heimatverein und Kepler-Gesellschaft findet am 12.5.2016, 20.00 Uhr im Kath. Gemeindehaus, Hermann-Schnaufer-Str. 5, ein Vortrag statt mit dem Titel:

„Johann Gottlieb Friedrich Bohnenberger auf den Spuren von Johannes Kepler”.

Den Vortrag hält Eberhard Baumann. Der Buchautor und frühere Professor für Vermessungswesen an der Hochschule für Technik in Stuttgart befasst sich u. a. mit den durch Mondkrater verewigten Naturwissenschaftlern der Region, Tobias Mayer (1723-1762) aus Marbach, Friedrich Bohnenberger und jetzt auch Johannes Kepler. Die Krater Kepler und Bohnenberger mit je ca. 30 km Durchmesser liegen auf der Mondoberfläche etwa 2500 km voneinander entfernt, die Geburtsorte der beiden Gelehrten sind nur 4 km voneinander entfernt.

Der in Simmozheim geborene Johann Gottlieb Friedrich Bohnenberger (1765-1831) war nicht nur Astronom, Mathematiker und Physiker an der Universität Tübingen, sondern zugleich Praktiker und Erfinder. Er erfand unter anderem den Kreiselkompass, der heute eingesetzt wird. Für die Astronomie und Mathematik verfasste er allgemein verständliche Lehrbücher mit Anleitungen zur Konstruktion von Winkelmessinstrumenten. Als Nebentätigkeit schuf er zwei für Württemberg bedeutende Kartenwerke, darunter die Grundlagen für die heute noch gültigen Flurkarten.

Eintrittspreis: 4,-- EUR

„Es ist für uns eine große Ehre, jetzt in der Stadt zu Gast zu sein, in der vor knapp 450 Jahren ein für die Raumfahrt so wichtiger Mann wie Johannes Kepler geboren wurde“ - A. Leonov und A. Solovjov, 15. September 2015

Der erste Mensch, der im Weltraum schwebte und der Mann, der mit 16 Weltraumspaziergängen in dieser Disziplin den Weltrekord hält. Die beiden Kosmonauten Alexej Leonov und Anatoli Solovjov sind in der Raumfahrt ganz große Namen. Sie waren am 15. Und 16. September 2015 in Weil der Stadt zu Gast. Und da die beiden Kosmonauten von Kepler und seinen Werken begeistert sind, hat die Kepler-Gesellschaft zwei weitere prominente Mitglieder gewonnen!

Im März 1965 schrieb Leonow Geschichte mit dem ersten Weltraumspaziergang eines Menschen. Leonow war 1975 auch Kommandant des Raumschiffes Sojus, das im All an die US-Apollo andockte und den amerikanischen Astronauten auf der Umlaufbahn die Hand schüttelte. Gemeinsam mit seinem Kosmonauten-Kollegen Anatoli Solovjov, der während seiner fünf Weltraumflüge insgesamt 652 Tage im All war und mit 16 Weltraumspaziergängen mit über 82 Stunden den derzeitigen Weltrekord hält, war der frühere Chef des russischen Kosmonautencorps im Klösterle in Weil der Stadt bei einem Empfang der Stadtverwaltung und der Kepler-Gesellschaft zu Gast.

Geladene Gäste hatten am 15. September die Möglichkeit mit den beiden Kosmonauten, die durch Florian Noller (Sponsor und Mitglied der Kepler Gesellschaft) und den Astronauten Manager Tassilo Römisch nach Deutschland geholt wurden, ins Gespräch zu kommen. Am nächsten Tag haben die Kosmonauten das Kepler-Museum und die Universität Stuttgart besucht, davor wurden sie in Baden-Baden empfangen.

Die zwei deutschen Astronauten Ernst Messerschmidt und Reinhold Ewald waren bei diesen Veranstaltungen auch dabei und haben sich auf ein Wiedersehen mit Kollegen und guten Freunden gefreut!

Presseberichte und Impressionen über diesen hohen Besuch aus dem Weltall:

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